Holzklötze im Blick Grüner Umweltpolitik

26. Juli 2017 - von Katharina Stephan.

GRÜNE Umweltpolitik lautete das Thema des öffentlichen Pressegesprächs zu dem an vergangenem Montag das Bündnis 90/Die Grünen nach Wilhelmshaven eingeladen hatte. Gemeinsam mit ihrem Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag, Dr. Anton Hofreiter, und ihrem umweltpolitischen Sprecher Peter Meiwald, standen die Wilhelmshavener Grünen der Presse Rede und Antwort. Naheliegend ist es, dass auch unser Forschungsthema „Makroplastik in der südlichen Nordsee“ bei umweltpolitischen Belangen auf der Tagesordnung steht. Wie könnte das Problem des Plastiks in den Meeren also anschaulicher diskutiert werden, als in unserem Außenstandort, dem Terramare, in Wilhelmshaven? Das haben sich die Grünen auch gedacht und uns am Montag einen Besuch abgestattet.

So fanden sich also vier unserer Projektmitarbeiter Spalier stehend im Haupteingang des Terramares wieder, um Politiker und Pressevertreter in Empfang zu nehmen. Insgesamt 17 an der Zahl, die zum Einstieg von unserem Projektleiter Prof. Jörg-Olaf Wolff einen Überblick über das Institut und unsere Forschung erhielten. Danach stellte eine unserer Doktoranden, Rosanna Schöneich-Argent, das Wissen der Politiker zum Thema Plastikmüll in den Meeren auf den Prüfstand. „Abschließend würde ich Ihnen für Ihre Leistung eine gute Zwei geben“, beurteilte Schöneich-Argent die Antworten der „Prüflinge“, woraufhin ein hörbares Schmunzeln durch die Reihen ging.

 
Politiker im Haus. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen aus Wilhelmshaven mit Dr. Anton Hofreiter (zweiter von rechts, rechtes Bild) und Peter Meiwald (erster von rechts, rechtes Bild) werden von Projektleiter Prof. Jörg-Olaf Wolff (stehend, linkes Bild) über das Institut und die unterschiedlichen Forschungsschwerpunkte innerhalb unseres Projektes informiert. Fotos: Katharina Stephan (links), Dr. Sibet Riexinger (rechts)

Weiter ging es mit einem Rundgang durchs Institut. An der ersten Station erklärten wir anhand ausgestellter Müllfunde, welchen Forschungsfragen innerhalb des Projektes aktuell nachgegangen wird und was unser Anliegen ist, wenn wir beispielweise Müllsammelaktionen wissenschaftlich mitbegleiten – in diesem Blogeintrag nachlesbar.

 

Müllfunde. Dr. Anton Hofreiter (vorne links) und Peter Meiwald (dritter von links) folgen gespannt den Erklärungen unserer Projektmitarbeiter zu verschiedenen Müllteilen, ihren Auswirkungen auf die Umwelt und den damit verbundenen Forschungsfragen. Foto: Dr. Sibet Riexinger

Unsere Drifter konnten anschließend im Laborraum genauer unter die Lupe genommen werden. Neben den wichtigsten Informationen zum Einsatz unserer Holzklötzchen, wurde so manch kleine Geschichte um ihre Meldungen preisgegeben. Beispielsweise schrieb uns ein Finder, dass sein Hund samt Drifter in der Schnauze angelaufen kam und es ausgesprochen schwierig war, dem Hund das Holzstück wieder abzuluchsen. So entstand in lockerer Atmosphäre ein sehr spannender Dialog zwischen Wissenschaft und Politik. „Die Vermüllung der Meere ist eine der größten, unterschätzten Umweltprobleme und hier wird diesbezüglich eine hervorragende Arbeit geleistet“, äußerte sich Hofreiter.

Im Labor. Peter Meiwald (vorne links) und Dr. Anton Hofreiter (vorne rechts) bekommen von Projektmitarbeiterin Rosanna Schöneich-Argent (vorne mittig) nähere Erklärungen zu den Meldungen unseren Holzdrifter. Foto: Dr. Sibet Riexinger
 
Get-together. Bei Kaffee und Tee bleibt Zeit weitere Ideen auszutauschen (vorne v.l.n.r. Dr. Anton Hofreiter, Schülerpraktikantin Sarah, Teilprojektleiter Makroplastik Dr. Holger Freund). Foto: Katharina Stephan

 

 

Abschließend war bei Kaffee und Tee noch Zeit für das ein oder andere Gespräch. Hofreiter hielt fest: „Junge Wissenschaftler dürfen hier zu Wort kommen, das finde ich sehr positiv.“ Das finden wir auch. Es macht immer wieder Spaß zu sehen, dass wir mit unserer Forschung nicht nur uns selbst begeistern können.